Sommerkuchen: Schnell, lecker, fruchtig, frisch

Da gerade in der Sommerzeit ein Kuchen mit Obst und/oder Sahne recht schnell verderben kann (mal zu lange im Warmen auf der Kaffeetafel stehen lassen, zu wenige Kuchenesser …) habe ich mir überlegt, wie man dennoch jeden Tag leckeren, frischen Obst-Kuchen haben kann, aber ohne jeden Tag frisch backen zu müssen. Hier mein Vorschlag:

Für mein kleines Experiment habe ich als Basis einen Schokoladenteig ausgesucht, der wie folgt zubereitet wird:

100 g Zartbitterschokolade
100 g Butter
150 g Zucker
150 g Mehl (Type 1050) – ihr könnt natürlich auch das normale verwenden
1 EL Backpulver (ich verwende ausschließlich Weinsteinbackpulver, weil gesünder und der Kuchen schmeckt nicht nach Backpulver 😉
5 El Kakaopulver
1 bis 1 1/2 TL getrocknete Chiliflocken
2 mittlere Eier
125 ml Milch (geht auch mit Sojamilch, hab’s probiert)

Schokolade etwas zerkleinern und zusammen mit der Butter und dem Zucker über einem heißen Wasserbad schmelzen lassen. Verrühren. Lauwarm abkühlen lassen.

Wer keinen Umluftherd hat, den Ofen jetzt auf 160 Grad vorheizen (bei Umluft bei 150 Grad backen).

Mehl, Backpulver, Kakao und Chiliflocken vermischen. Dann Eier, Milch und zum Schluss die Schokoladenmasse unterrühren (alle Zutaten sollten gut vermischt sein, aber nicht zu lange rühren). Den Teig in eine gefettete (ich lege den Boden mit Backpapier aus und fette nur den Rand etwas) Springform mit 24 cm Durchmesser füllen und glattstreichen. Den Kuchen auf der mittleren Schiene ca. 35 – bis 45 Minuten backen. Je nach Ofen. Am besten Garprobe machen, bevor ihr ihn aus dem Ofen holt. In der Form auf einem Kuchenrost abkühlen lassen.

Fotos (c) Heidrun Lutz

Fruchtbelag: Hierzu eigenen sich im Grunde alle Früchte der Saison, die gut mit Schoki harmonieren wie Johannisbeeren, Himbeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren oder auch Pfirsiche.

Für unseren heutigen Sonntagskaffee habe ich Schlagsahne mit etwas echter Vanille und einem Teelöffel feinen Zucker steif geschlagen und in diese praktische kleine „Deko-Queen“ (sauberer und handlicher als die üblichen Spritzbeutel) gefüllt und für jeden ein Stück damit dekoriert. Dann habe ich frische Himbeeren  – bitte besser nicht waschen, das gibt schnell Himbeermatsch 😉 und Erdbeeren (geviertelt) vorsichtig vermischt und dick auf den Kuchenstücken verteilt. Fertig. Das lässt sich problemlos jeden Tag wiederholen, sofern der Kuchen so lange hält 😉 So ist der Kuchen quasi immer frisch.

Variationen: Statt der Vanillesahne, kann man die Sahne auch mit etwas getrocknetem Lavendel (am besten im Mörser fein reiben oder Lavendelzucker) aromatisieren (aber Vorsicht: Nur ganz wenig, sonst schmeckt die Sahne u. U. wie Mottenkugeln 😉

Oder die Sahne vor dem Schlagen einige Stunden (evtl. über Nacht) mit ein paar Mädesüßblüten aromatisieren. Sahne dann durch ein sehr feines Sieb gießen und wie gewohnt steif schlagen. Auch sehr lecker. Oder Früchte pürieren, Sahne evtl. mit Sahnesteif schlagen und Fruchtpüree vorsichtig untermischen und einen Klacks auf oder neben den (evtl. noch lauwarmen) Kuchen setzen.

Übrigens auch schön als Dessert.

Aufwand: Den Kuchenteig hatte ich in ca. 10 Minuten fertig, Früchte putzen und Sahne schlagen nochmal etwa 10 Minuten. Aufbewahrung: Den Schokokuchen bewahre ich auch ohne Belag im Kühlschrank auf. So hält er problemlos eine Woche durch. Und dann ist es ja ohnehin wieder Zeit für einen neuen Wochenend-Kuchen 😉  Lasst es Euch schmecken.

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