Essen vernichten: Nein Danke! Tipps, wie man es vermeidet

Ich  ärgere mich immer wieder darüber, dass so viel Essen einfach weggeworfen wird. Zum Teil aus Unwissenheit: So werden viel zu oft noch gute Lebensmittel weggeworfen, nur weil das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Wie der Name schon sagt: „mindestens haltbar bis …“ und nicht „schlecht oder ungenießbar ab …“. Mein Tipp: Immer erst das Produkt anschauen und prüfen und nur entsorgen, wenn es wirklich schlecht ist. Ich habe schon Joghurt gegessen, der vier Wochen „abgelaufen“ war. Er war 100%ig einwandfrei.

Dann wird oft zu viel eingekauft und die Lebensmittel verderben, weil man es einfach nicht schafft alles zu verarbeiten/zu essen. Meine Tipps: Einen Wochenplan machen und danach einkaufen. Nicht einkaufen, wenn man hungrig ist (man neigt dann dazu mehr als nötig einzukaufen). Kühlschrank/Vorratskammer checken, was noch da ist und was man daraus machen kann. Also erst die vorhandenen Lebesmittel verbrauchen.

Richtige Aufbewahrung: Damit Produkte länger frisch und genießbar bleiben und so auch Essensreste am nächsten Tag ohne Bedenken verzehrt werden können. Ein Beispiel: Gekochte Kartoffeln im Kühlschrank abgedeckt aufbewahren und am nächsten Tag Röstkartoffeln davon machen, ein paar Gemüse (z. B. Zucchini, Paprika, Zwiebeln) dazu geben, würzen und einen Joghurt-Dip dazu. Schon hat man ein schnelles und leckeres Essen. Ebenso fertige Speisen wie Suppe oder Pizza lassen sich problemlos am nächsten Tag aufwärmen oder auch kalt essen. Auch Salat ist kühl und dicht verschlossen aufbewahrt am nächsten Tag noch lecker. Oder Reste einfrieren, dann halten sie noch länger und man hat schnell mal ein Essen parat.

Bevor Ihr jedoch gekochte Speisen in den Kühlschrank stellt, lasst sie erst (etwas) abkühlen, sonst braucht der Kühlschrank zu viel Strom, um die Speisen abzukühlen.

Heute muss ja scheinbar alles frisch und vom gleichen Tag sein. Übrig gebliebene Brötchen landen ja besonders oft im Müll, nur weil sie einen Tag alt sind oder die „Luft-Brötchen“ wie ich sie nenne 😉 (vom Supermarkt oder einer der vielen Bäcker, die nur noch mit Backmischungen arbeiten – mit zig Zusatzstoffen) einfach nicht mehr genießbar sind, weil wabbelig und gummiartig …

Ich kaufe entweder Bio-Brötchen oder bei „meinem kleinen“ Bäcker die Brötchen. Dort werden Brot und Brötchen traditionell nur mit Mehl, Salz, Wasser und evtl. Hefe/Sauerteig hergestellt, sonst nichts und die sind auch noch ein paar Tage alt gut (im Gegensatz zu dem „Industriemist“). Einfach auf den Toaster und kurz aufknuspern und sie sind praktisch wie frisch.

Vollkornbrötchen und -Brote sind durchaus auch ohne Aufbacken einige Tage lecker. Das gleiche gilt übrigens auch für selbst Gebackenes, wie ich immer wieder feststelle. – Zum Aufbewahren ist meiner Meinung nach ein Brottopf (aus Keramik) am besten geeignet.

Tipp: Wird doch mal ein Brötchen (oder Brot) trocken, dann lasse ich sie richtig hart werden und mache dann entweder „Arme Ritter“ davon, reibe sie zu Semmelbröseln oder schneide sie in Würfel und mache Croutons (mit Kräutern oder Knobi) davon, lecker zu Salat oder zur Cremesuppe.

Rezept: Arme Ritter

Brötchen längs halbieren und in einer Mischung aus Milch und Eier legen. So lange darin liegen lassen, bis sich die Brötchenhälften richtig vollgesaugt haben. Dann etwas neutrales Öl oder Butter in einer beschichteten Pfanne erhitzen und bei mittlerer Hitze goldbraun backen. Schmeckt lecker mit Zucker-Zimt oder mit einem Fruchtkompott.

Ein schönes Rezept mit Beerensoße gibt es z. B. hier: www.livingathome.de

PS: Selbst schrumpelige Kartoffeln muss man nicht wegwerfen: machesselbst.wordpress.com

PPS: Zum Schluss noch ein Link-Tipp: www.essensvernichter.de/

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4 Kommentare Gib deinen ab

  1. Doris sagt:

    Jaaaa, Arme Ritter oder Neudeutsch „French Toast“ – köstlich! 🙂 „Aufknuspern“ finde ich übrigens grandios, eine sehr schöne Wortschöpfung. Da kriege ich gleich Hunger …
    Trockenes Bauern- oder Roggenbrot kann man wunderbar zu einer Brotsuppe verarbeiten. Das ist gerade in der kalten Jahreszeit ein wunderbares Gericht. Ich bringe Trockenbrot, das ich nicht mehr brauchen kann zu den Pferden unserer Nachbarn. Die freuen sich drüber. Brot wegwerfen geht einfach nicht bei mir, nur, wenn es trotz aller Vorsicht schimmelig geworden ist.

    1. … stimmt heute heißt das ja „French Toast“ 😉 Danke für Deinen Tipp: Brotsuppe ist auch eine feine Sache altes Brot zu verwenden! So mache ich es auch, nur wenn Schimmel dran ist, kommt es in den Müll. Aber das ist praktisch nie der Fall 🙂

  2. Doris sagt:

    Hallo Heidrun,

    Italienischer Brotsalat dürfte auch noch eine feine Resteverwertung sein. Habe ich gestern beim Blättern in einer Zeitschrift gesehen und gleich an Dich gedacht. 🙂

    Viele Grüße!
    Doris

    1. Hallo Doris, stimmt auch Brotsalat ist eine leckere Idee, altes Brot zu verwerten 🙂 LG, Heidrun (habe momentan leider keine Zeit für meine Blogs/neue Beiträge – im Herbst „brennt immer die Hütte“ 😉

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